Start Soziale Netzwerke Bremerhaven: »die theo für Arbeit, Familie und Kultur«

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Bremerhaven: »die theo für Arbeit, Familie und Kultur« Drucken

1. RAHMENDATEN
2. BILDER
3. AUSGANGSLAGE
4. ZIELE
5. PROJEKTBESCHREIBUNG
6. AKTEURE
7. FÖRDERUNG / BERATUNG
8. FINANZIERUNG
9. ZEITRAUM
10. ERFAHRUNGEN


RAHMENDATEN    
Landkreis Bremerhaven
 
Raumtypologie städtisch  
Ort Lutherstr. 7, 27576 Bremerhaven
 
Handlungsfeld Soziale Netzwerke
 
Art des Projektes Nachnutzung eines historischen Schulgebäudes  
Größe Nutzfläche 1.850 m2  
Akteure Magistrat der Seestadt Bremerhaven, Arbeitsförderungszentrum Bremerhaven (afz), Wirtschaftsbetrieb Seestadt Immobilien
 
Zeitraum 2005-2007
 
Finanzierung Fördermittel aus EFRE und Stadtumbau West (ExWoSt)
 
Kontakt Stadtplanungsamt Bremerhaven, Norbert Friedrich,
Tel. 0471-590 32 25,
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
 


BILDER
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Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (3 Bilder)

AUSGANGSLAGE
Nach dem Beschluss, die Theodor- Storm- Schule als Schulstandort aufzugeben, wurde nach tragbaren Nachnutzungskonzepten für das historische Gebäude gesucht.
Die zentralen, innenstadtnahen Bereiche von Bremerhaven-Lehe sind durch eine gründerzeitliche Blockrandbebauung geprägt und weisen die höchste bauliche Dichte in der Stadt auf.
Der Stadtraum verzeichnet die höchsten Anteile Arbeitsloser und Transfergeldempfänger in Bremerhaven sowie eine erhebliche Konzentration von Migranten.

ZIELE
Mit der räumlichen Zusammenführung von verstreut im Stadtteil arbeitenden Einrichtungen unter dem gemeinsamen Dach der Theodor-Storm-Schule soll die Stadtteilarbeit zukünftig effektiver gestaltet und ausgeweitet werden. Ziel ist ausdrücklich auch die Einsparung von personellen und konsumtiven Ausgaben durch die Nutzung von Vernetzungseffekten in einem gemeinsamen Haus. Grundgedanke in der konzeptionellen Entwicklung war die Vernetzung aller Beteiligten und damit die Nutzung von Synergieeffekten, wie z.B. Austausch untereinander, Zusammenarbeit, nutzerübergreifende Projektentwicklung, Gastronomie als Schnittstelle für z.B. kulturelle Aktivitäten.

PROJEKTBESCHREIBUNG
Das Gebäude wurde liebevoll und nach modernsten Auflagen umgebaut und nach 15-monatiger Bauzeit als „die theo für Arbeit, Familie und Kultur" wieder eröffnet. Viele bauliche Details aus der Vergangenheit wurden erhalten und bieten jetzt ein besonderes Flair. „die theo" verfügt über einen barrierefreien Zugang. Heute verbirgt sich hinter dem alten Gemäuer eine bunte Mischung unterschiedlichster Firmen, die frischen Wind in die ehrwürdigen Flure bringen. Hier ist viel los! Tanz, Theater und Kultur, Musik, Film, Historisches und Dokumentation, Aktivitäten und Veranstaltungen, Arbeitsgruppen, Autogenes Training, Kinderbetreuung für die Kleinsten, Familienberatung, Kinderveranstaltungen, Werbeauftritte, Mediengestaltung, Softwareentwicklung und EDV-Lösungen, Fahrzeugpflege, Unternehmensberatung, Existenzgründungsberatung, Dienstleistungsmanagement, Schuldnerberatung, Beschäftigungsprojekte, berufliche Beratung, Kurse für Eltern... Alles findet in diesem Gebäude statt.

AKTEURE
Das Projekt zeigt ein beispielhaftes Vorgehen für die Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Akteuren. Das von Politik und Verwaltung angestoßene Projekt stieß sofort auf offene Ohren bei privaten, institutionell und öffentlich arbeitenden Einrichtungen im Stadtteil.

FÖRDERUNG / BERATUNG
Finanzierung von Sanierung und Umbau durch Fördermittel der EU (ESF und EFRE) und Stadtumbau West (ExWoSt)

FINANZIERUNG
Gesamtkosten 2,6 Mio. €. Die laufenden Kosten werden durch Umlage auf die Mieter finanziert.

ZEITRAUM
Planungszeitraum: 2005 - 2006
Umsetzung: 2006 - 2007

ERFAHRUNGEN
Ein großer Teil der Baumaßnahme wurde über Arbeitsförderungsprojekte realisiert. Die Baustellenkoordination mit den Projektträgern funktionierte für so eine umfangreiche Maßnahme erstaunlich problemlos. Die am Bau beteiligten Arbeiter haben eine hohe Identifikation mit dem Gebäude aufgebaut.
Die Arbeit der „theo“ wirkt sich inzwischen positiv auf den gesamten Stadtteil aus, auch die in der ehemaligen Turnhalle untergebrachte Gastronomie hat sich gut etabliert.
Das Projekt wurde im Juni 2009 im Wettbewerb „Stadt bauen. Stadt leben“ vom Bund mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.