Start Soziale Netzwerke Bremen: Huchting-Stadtteilhaus

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Bremen: Huchting-Stadtteilhaus Drucken
RAHMENDATEN  
Landkreis Stadt Bremen
Raumtypologie kleinstädtisch
Ort Bremen-Huchting
Handlungsfeld soziale Netzwerke
Art des Projektes Entwicklung eines Stadtteilhauses
Größe 57 Stationäre Pflegeplätze, 32 geförderte Wohnen mit Service Wohnungen , 63 freifinanzierte "Wohnen mit Service"-Wohnungen
Akteure Bremer Heimstiftung und Kooperationspartner
Kooperationen 14 verschiedene Kooperationspartner intern
Zeitraum 2003 - 2009
Kontakt Marina Aydt, Stadtteilhaus Huchting, Tegeler Plate 23, 28259 Bremen, Tel. 0421- 57 22-140


BILDER
s_Huchtg-Stadtthaus_01
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s_Huchtg-Stadtthaus_03
Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (6 Bilder)

Ausgangslage
- Vom klassischen Pflegeheim zu einem generationsübergreifenden Stadtteilhaus mit neu gewonnenen Kooperationspartner im Haus.
- Ausbau eines Netzwerks im Stadtteil.

Ziele
- Das Stadtteilhaus  ist ein Dienstleistungs- und Begegnungszentrum mit den vier Schwerpunkten:
- Ambulante Dienstleistungen  und Beratungen
- Wohnen und Pflege für ältere Menschen
- Gesundheitsförderung und Wellness
- Begegnung der Generationen

Akteure/Kooperationen
Die Kooperationspartner im Stadtteihaus bieten ein vernetztes Versorgungsangebot für Menschen mit einer Demenz und ihren Angehörigen für den Stadtteil Huchting: Beratung und Vermittlung von Hilfen durch das Dienstleistungszentrum.
Kooperationspartner: Bremer Heimstiftung / Bremer Heimpflege, Förderwerk, Caritas Jugendmigrationsdienst, Paritätische Gesellschaft für soziale Dienste, Kosmetikstudio Krol, Friseursalon Romana, Restaurant Bremer Schlüssel, Bremer Bäder, Reha Tegeler Plate, Revitalis – Kurzzeitpflege, Kiosk Kleinen, Paritätische Pflegedienste, Mütterzentrum mit der Krabbelgruppe "Stiftchen", Ambulanter Stiftungsdienst

zeitraum/fertigstellung
2003 -2009
Der ca. dreijährige Veränderungsprozess ging einher mit der Schließung des großen Pflegeheims und dem Neubau eines verkleinerten stationären Wohnangebots für Menschen mit einer Demenz. Ein Teil des geschlossenen Großheims wurde in Wohnen mit Service umgewandelt, ein weiterer Teil der frei gewordenen Räumlichkeiten dient dem Ausbau der Kooperationsprojekte.

Erfahrungen
Im Mittelpunkt des Service-Wohnens steht die Förderung nachbarschaftlicher Unterstützungspotentiale im Rahmen eines abgestuften Wohnangebots:
- Nachbarschaftshilfe für das eigenständige Wohnen
- Ambulante Pflege für das eigenständige Wohnen
- Gesprächskreis für pflegende Angehörige
- Ambulante Tagesbetreuung im Stadtteilhaus
- Vier Hausgemeinschaften im Stadtteilhaus
- Ambulante Wohngemeinschaft im Stadtteil
- Enge Kooperation aller beteiligten Dienste und Kooperationspartner

Die einzelnen Netzwerkebenen wirken hin zu einer ständig verbesserten Unterstützung von  Menschen mit einer Demenz. Die Kooperationspartner im Stadtteilhaus bieten ihren Angehörigen ein vernetztes Versorgungsangebot im gesamten Stadtteil.
Die vier Hausgemeinschaften der Bremer Heimstiftung für Menschen mit einer Demenz im Stadtteilhaus arbeiten auf der Grundlage von Bezugsgruppen von Pflege, Hauswirtschaft, Angehörigen und Freiwilligen. Das Konzept der Lebensweltorientierung wird verknüpft mit einem differenzierten therapeutischen Angebot wie beispielsweise Sinnesgarten, Einbezug von Tieren, Musik- und Kunsttherapie.
Die ambulante Wohngemeinschaft wird durch eine Nutzergemeinschaft getragen.
Das Stadtteilhaus Huchting ist ein Kompetenzzentrum mit einem starken Netzwerk. Dies stellt eine Qualitätsverbesserung für die Versorgung älterer Menschen dar. Die Weiterentwicklung eines stadtteilübergreifenden differenzierten Versorgungsangebots insbesondere für Menschen mit einer Demenz ist eines der zentralen Projekte.
Die Ressourcen aller Kooperationspartner werden in der gemeinsamen Arbeit gebündelt und Projekte gemeinsam geplant und durchgeführt. Durch das Netzwerk entsteht eine Versorgungskette von der niedrigschwelligen und unkomplizierten Unterstützung in den eigenen vier Wänden, über eine ambulante Versorgung im eigenen Zuhause, tagesbetreuende Unterstützung in einer der zwei Tagesgruppen, ein Wohnen-mit-Service mit Nutzung der vielfältigen Aktivitäten im Haus bis hin zu einer vollstationären Versorgung. Beratung, Wellness und Rehabilitation runden diese Kette ab. Für alle Kooperationspartner steht zugunsten einer umfassenden Versorgung das Netzwerk vor der Eigenleistung. Seit Beginn des Netzwerkes sind vielfältige Kontakte  und gemeinsame Tätigkeitsfelder entstanden. Die Kinder des Kindergartens „Stiftchen“ besuchen zum Beispiel regelmäßig die Tagesgruppe der Paritätischen Gesellschaft für soziale Dienste. Im Stadtteilhaus sind Spielecken zur Förderung der Begegnung von Jung und Alt entstanden.

Das Restaurant liefert die Suppe für den „EinTopf“ im Treff „Gesunde Nachbarschaft“. Den Transport übernimmt die Heimstiftung. Die Mitarbeiterinnen von Förderwerk bieten den Bewohnern und Bewohnerinnen nachbarschaftliche Hilfen und unterstützen die Mittagsbetreuung im stationären Bereich. Das Förderwerk koordiniert vom Stadtteilhaus auch das Projekt „Huchtinger Knoten“. Im Rahmen des Programms „Bremen produktiv“ vermittelt der Beschäftigungsträger langzeitarbeitslose Frauen und Männer in fünf Huchtinger Projekte. Während der Pflegedienst dem Paritätischen Pflegedienst tagsüber Grundpflegeleistungen bei einem Bewohner leistet, sichert der Nachtdienst des Ambulanten Stiftungsdienstes mit nächtlichen Kontrollen einen Verbleib in den eigenen vier Wänden. Der Jugendmigrationsdienst hat ein Trafohäuschen mit Graffiti besprüht und der Schriftzug „Stadtteilhaus“ konnte auf einem Haus der Gewoba angebracht werden.

Eine Mitarbeiterin des Dienstleistungszentrums bietet einen Qigong-Kurs für Demenzbetroffene Menschen im Stadtteil an. Angehörigen finden im Restaurant, im Schwimmbad, beim Frisör oder im Kosmetikstudio Entspannung und Entlastung. Mit „Winmitteln“ konnte ein Schulungsraum eingerichtet werden, der  zum Beispiel von der Volkshochschule für Sprachkurse genutzt wird. Diese Beispiele verdeutlichen, dass ein Netzwerk eine Bereicherung für alle Beteiligten ist.