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Oldenburg: Bahlsen-Gelände Drucken
xs_Ol-TosamenProjekt
Bahlsen-Gelände (Umstrukturierung des Bahlsengeländes)
Region
Stadt Oldenburg
Handlungsfeld
Stadtteil-/Ortsteilentwicklung
Raumtypologie
städtisch
RAHMENDATEN
Landkreis Oldenburg
Raumtypologie städtisch
Ort Stadt Oldenburg
Handlungsfeld Stadtteilentwicklung
Art des Projektes Stadtentwicklung
Größe 14.000qm
Akteure Freie Waldorfschule Oldenburg (FWS Oldenburg) / Janusz-Korczak-Schule (Heilpädagogischer Schulzweig der FWS Oldenburg) / Baumhaus e.V. / Lebenskreise e.V. / Hermine-Kölschtzky-Stiftung / Die Christengemeinschaft (Gemeinde Oldenburg)
Zeitraum 2006 bis 2009
Finanzierung Gesamtvolumen aller Projekte: rd. 10 Millionen Euro. Eigenmittel der jeweiligen Träger, Kredite, Rücklagen und Spenden
Förderung/Beratung Fördergelder aus Sozialfonds und Landesmittel
Kontakt Planungsbüro TOPOS, DI Robert Lütjens, 26135 Oldenburg,
Tel. 0441- 9 25 48 12


BILDER
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Ausgangslage
Die Firma Bahlsen KG hat im Frühjahr 2006 ihren Produktionsstandort in Oldenburg aufgegeben. Hierdurch ergab sich die Möglichkeit, zentrumsnah ein 14.000 qm großes Gelände neu zu bebauen. Verschiedene soziale Einrichtungen, die untereinander vernetzt sind und sich gegenseitig unterstützen, setzten dort ihre Bauwünsche um.
Das Gesamtprojekt setzt neue soziale und kulturelle Impulse für den Stadtteil und die Stadt. Die Einzelprojekte und Vereine sind weiterhin selbstständig.
Der Umbau eines kompletten Fabrikgeländes zur Nutzung durch einen Zusammenschluss mehrerer sozialer Einrichtungen ist in seiner Dimension und inhaltliche Ausrichtung besonders.

Ziele
Auf dem zentrumsnahen, aufgelassenen Produktionsstandort einer Kuchenfabrik entsteht, getragen von unterschiedlichen Einrichtungen, ein neues Sozial- und Kulturzentrum. Bei dem Projekt handelt es sich um eine räumliche Konzentration von sechs Institutionen. Die Institutionen bleiben für sich bestehen, ergänzen sich jedoch und bilden hierdurch Synergien. Die einzelnen Projekte öffnen sich im Sinne der Integration für den Stadtteil. Die Umnutzung einiger Bestandsgebäude für den aktuellen Bedarf ist möglich, ansonsten werden Neubauten realisiert, da die alten Industriebauten nicht erhaltenswert und für eine Umnutzung nicht geeignet sind. Es werden folgende Projekte realisiert:
•    Neubau einer Mehrzweckhalle durch die Freie Waldorfschule Oldenburg - Nutzung für Veranstaltungen im Stadtteil ist möglich
•    Neubau eines Wohnheims und Werkstätten für behinderte Menschen durch den Verein Baumhaus e.V. - teilweise Nutzung für weitere Bewohner ist möglich
•    Neubau eines Wohnheims für betreutes Wohnen durch den Verein Baumhaus e.V.
•    Neubau eines Gemeindezentrums durch die Christengemeinschaft, Gemeinde Oldenburg - Nutzung für Veranstaltungen im Stadtteil ist möglich
•    Gemeinsames Wohnen für Jung und Alt durch die Hermine-Kölschtzky-Stiftung mit dem Verein Lebenskreise e.V.
•    Neubau einer Küche und einer Mensa durch den Verein Baumhaus e.V.
•    Erweiterung der Schulräume der Janusz-Korczak-Schule
Das Projekt beinhaltet das gemeinschaftliche Wohnen der Generationen sowie das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung. Die Freiflächen des Areals wurden in die Planung mit einbezogen. Eine gemeinschaftliche Nutzung und Pflege durch die BewohnerInnen und NutzerInnen (Zier- und Nutzgärten, Kleintierhaltung) ist integrales Ziel des Projektes.

Akteure/Kooperationen
Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt, welches durch die Initiative und das Engagement von BürgerInnen entstanden ist und in einer gemeinschaftlichen Konzeptentwicklung und -umsetzung mündet. Hierbei findet eine enge Kooperation mit der Nachbarschaft und weiteren Interessierten statt. Alle Akteure im Netzwerk haben die Mitgliedschaft im Paritätischen beantragt.

zeitraum/fertigstellung
2006 – 2009

Finanzierung
Das Gesamtvolumen aller Projekte beläuft sich auf rund 10 Millionen Euro. Vorwiegend wird das Projekt über Eigenmittel der jeweiligen Träger finanziert, die über Kredite, Rücklagen und Spenden gebildet werden. Hinzu kommen Fördergelder aus Sozialfonds und Landesmittel.
Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf 120.000 Euro und werden durch die Träger aufgebracht beziehungsweise durch Spenden eingeworben.

Förderung/Beratung
Spenden, Fördergelder aus Sozialfonds und Landesmittel

Erfahrungen
Schon jetzt verzeichnet tosamen eine Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern, die zusammen das Ziel verfolgen, Menschen aller Altersgruppen - mit und ohne Behinderung - in einem Gesamtprojekt zu verbinden, so dass ein gemeinsames Leben ohne die sonst übliche Ausgrenzung von einzelnen Gruppen entsteht. Die Integration in die Öffentlichkeit Oldenburgs ist dabei sehr wichtig.